Die Versicherung der Sparkassen in Hessen und Thüringen. 

Die SV blickt zurück auf ein sehr gutes Geschäftsjahr in einem dynamischen und herausfordernden Umfeld. Trotz globaler Unsicherheiten, einer schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage, hoher Inflation und Konsumzurückhaltung entwickelte sich die SV 2023 weiter positiv.

In Summe stiegen im Konzern die gebuchten Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft (saG, ohne Pensionsfonds) um 1,5 % auf 3,44 Mrd. Euro (2022: 3,39 Mrd. Euro). Die SV Pensionsfonds AG hat 2023 78,4 Mio. Euro (2022: 50,8 Mio. Euro) Prämieneinnahmen erwirtschaftet und verfügt nun über ein Übertragungsvolumen von 377 Mio. Euro.

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen ohne Erträge und Aufwendungen der fondsgebundenen Versicherungen sank auf 347,5 Mio. Euro (2022: 478,7 Mio. Euro). Der Kapitalanlagebestand des Konzerns blieb mit 28,71 Mrd. Euro (2022: 28,79 Mrd. Euro) stabil. Dabei erwirtschaftete die SV Lebensversicherung eine Nettoverzinsung von 1,3 % (2022: 1,9 %). Die Nettoverzinsung der SV Gebäudeversicherung lag bei 2,4 % (2022: 0,9 %).

Der SV Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernjahresüberschuss nach HGB in Höhe von 11,6 Mio. Euro (2022: 82,1 Mio. Euro). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr besteht im Wesentlichen aus zwei Effekten. Zum einen gab es einen einmaligen Sondereffekt auf das Ergebnis in Höhe von -43,2 Mio. Euro infolge von Veränderungen der konzerninternen Rückversicherungsstruktur. 2021 gab es hieraus umgekehrt einen positiven Effekt auf den Jahresüberschuss in Höhe von 47,7 Mio. Euro. Der zweite Effekt resultierte aus der bewussten Entscheidung stille Lasten auf festverzinsliche Wertpapiere zu realisieren, um so die Ertragskraft der Zukunft zu stärken.

SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung AG

In der Schaden-Unfallversicherung sind die Beiträge auf 2,06 Mrd. Euro (2022: 1,84 Mrd. Euro) gestiegen. Das Wachstum um 12,0 % resultierte aus Anpassungen im Bestand, aber auch aus einem starken Neugeschäft; mit 150,3 Mio. Euro (2022: 105,0 Mio. Euro) wurde ein historisches Rekordergebnis erreicht. Besonders in den privaten Sachversicherungen, in der Kraftfahrtversicherung sowie in der gewerblichen und industriellen Sachversicherung lief das Neugeschäft 2023 sehr gut.

Die gesamten Schadenaufwendungen im selbst abgeschlossenen Geschäft sind im Vergleich zum Vorjahr um 26,2 % auf 1.591,0 Mio. Euro (2022: 1.260,6 Mio. Euro) gestiegen. Der Anstieg ist maßgeblich auf die hohen Unwetterschäden zurückzuführen, aber auch auf inflationsbedingt gestiegene Kosten für Reparaturen und Ersatzteile. Die bilanzielle Schaden-Kostenquote lag mit rund 96,5 % (2022: 86,3 %) daher über dem Vorjahr, aber unter dem erwarteten Marktniveau von 99 %. Infolgedessen sank das versicherungstechnische Bruttoergebnis saG vor Veränderung der Rückstellung für drohende Verluste und der Schwankungsrückstellung auf 37,4 Mio. Euro nach 211,4 Mio.Euro im Vorjahr. Insgesamt lag der Jahresüberschuss der SV Gebäudeversicherung bei 79,4 Mio. Euro (2022: 82,7 Mio. Euro) und damit etwas unter dem Niveau des Vorjahres.

Mit einem Aufwand von 326,8 Mio. Euro (2022: 101,9 Mio. Euro) reihte sich das Unwetterjahr 2023 aus SV-Sicht in die schlechteren Elementarschadenjahre ein. 2023 war für die SV das viertschlechteste Jahr nach der Unwetterfront "Bernd" im Jahre 2021, dem Orkan „Lothar“ 1999 und dem Hagelereignis „Andreas“ 2013. Regionale Unwetter ("Lambert", "Sandor", "Christoph", "Denis") mit Sturm, Hagel und Überschwemmungen verursachten 2023 vor allem in den Sommermonaten hohe Schäden im Geschäftsgebiet. Allein das Sturmtief "Lambert" verursachte Ende Juni in Nordhessen rund 21.000 Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen mit einer Schadensumme in Höhe von rund 131 Mio. Euro.

SV SparkassenVersicherung Lebensversicherung AG

Die SV verzeichnete in der Lebensversicherung mit 3,05 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,84 Mrd. Euro) eine erfreulich hohe Neugeschäfts-Beitragssumme. Bei den laufenden Beiträgen stieg die Beitragssumme im Neugeschäft in der privaten und betrieblichen Altersversorgung mit 2,66 Mrd. Euro (2022: 2,28 Mrd. Euro) auf den höchsten Wert der vergangenen 20 Jahre. Die Einmalbeiträge belaufen sich auf 391,9 Mio. Euro, 2022 waren es noch 558,4 Mio. Euro. Entsprechend sind die Beiträge in der Lebensversicherung um 10,8 % gesunken.

Einen wesentlichen Anteil am sehr guten Wachstum im Altersvorsorgegeschäft hat die betriebliche Altersversorgung (bAV). Das Neugeschäft nach Beitragssumme in diesem Geschäftsfeld stieg um 21,4 % auf 1.021,8 Mio. Euro (2022: 842,0 Mio. Euro); das ist der höchste Wert seit 2019. Mehr als ein Drittel des Lebensversicherungsgeschäfts (ohne Pensionsfonds) erzielte die SV im Geschäftsjahr 2023 mit Produkten der betrieblichen Altersversorgung. Seit vielen Jahren hat die SV dieses Geschäftsfeld kontinuierlich ausgebaut und Produkte und Prozesse weiterentwickelt.

Eine Rekordnachfrage erzielte die SV bei ihren fondsgebundenen Versicherungen. Insgesamt hat sich das Neugeschäft nach Beitragssumme bei diesen Versicherungen um 20,8 % auf 1.130,3 Mio. Euro (2022: 935,4 Mio. Euro) erhöht. Das Neugeschäft lag damit erstmalig über der Milliardenmarke. Einen Anstieg von 22,1 % erfuhr dabei das Neugeschäft nach laufenden Beiträgen. Der mit Abstand größte Anteil des Neugeschäfts (rund 94 %) entfiel auf die fondsgebundene Rentenversicherung VermögensPolice Invest (VPI), bei der die Kundinnen und Kunden aus 78 Fonds wählen, und so je nach Präferenz und Risikoneigung ihre eigene Anlagestrategie festlegen können. Auch Kundinnen und Kunden, die Interesse an Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen haben, kann die SV mit einer umfangreichen Fondsauswahl bedienen.

Mehr Kundennutzen in der Schadenabwicklung

Unter dem Dach des Tochterunternehmen PGI Sanierung GmbH baut die SV darüber hinaus konsequent an einem Netzwerk eigener Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Schadensanierung. Mittlerweile hat die SV sieben Firmen erworben und ist damit in Nordhessen, Oberschwaben, Süd- und Nordbaden, der Region Heilbronn und im Landkreis Göppingen mit eigenen Sanierungsunternehmen vertreten.

SV führt Südwest Konsortium und übernimmt TransnetBW-Anteile

Bereits vor mehr als zehn Jahren hat die SV in die Amprion GmbH investiert, 2023 hat der Versicherer nun auch Anteile am Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW GmbH erworben. Im Mai letzten Jahres kaufte das von der SV ins Leben gerufene Südwest Konsortium (SWK) über die eigens dafür gegründete SWK Holding GmbH einen 24,95 %-Minderheitsanteil an der TransnetBW. Unter Führung der SV sind im SWK-Konsortium über 40 Sparkassen, Banken, Versicherungen und Körperschaften aus Baden-Württemberg vertreten. Mit einem Fundraising von über 875 Mio. Euro zählte das Südwest Konsortium zu den Top-Fondsauflagen 2023 europaweit.

Über die SV
Die SV ist ein moderner Regionalversicherer mit einem umfassenden Produkt- und Serviceangebot. 3,5 Mio. Kundinnen und Kunden vertrauen der SV ihre Vorsorge und den Schutz ihrer Vermögenswerte an. Die Gebäudeversicherung ist noch immer ein Herzstück der SV, insbesondere in Baden-Württemberg und Hessen ist die SV führend. In der Altersvorsorge zählt die SV zu den großen Anbietern in Deutschland. Als einer der großen öffentlichen Versicherer steht die SV für Sicherheit und Nähe. Der Konzernsitz ist Stuttgart. Die SV ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe und beschäftigt 5.000 Mitarbeitende im Innen- und Außendienst.