Helaba – Partnerin der Sparkassen

Die Helaba hat im Geschäftsjahr 2025 trotz hoher geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 731 Mio. Euro und damit auf dem Niveau der Vorjahre (2024: 767 Mio. Euro, 2023: 722 Mio. Euro) erzielt. Der steigende Provisionsüberschuss, die reduzierte Risikovorsorge sowie ein erheblich verbessertes Fair-Value-Ergebnis trugen maßgeblich dazu bei. Alle Marktsegmente lieferten einen positiven Ergebnisbeitrag.

Die strategische Ausrichtung auf ein breit diversifiziertes Geschäftsmodell erweist sich weiterhin als erfolgreich. Parallel investiert die Helaba konsequent in ihre Zukunft: in Wachstumsinitiativen, die IT-Infrastruktur und in KI-Projekte. Angesichts hoher Investitionen in zukünftiges Wachstum und geopolitischer Risiken erwartet die Helaba für 2026 ein Ergebnis zwischen 600 und 700 Mio. Euro. Mittelfristig wird ein Ergebnis von nachhaltig über 1 Mrd. Euro angestrebt.

Starke Partnerin für Sparkassen und Kundschaft

Als Sparkassenzentralbank und verlässliche Partnerin unterstützt die Helaba die Sparkassen in Hessen und Thüringen mit maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen bei der erfolgreichen Betreuung ihrer Kundinnen und Kunden. 2025 standen insbesondere Lösungen der Helaba Invest für die Eigenanlage, die Bündelung des Auslandsgeschäfts, das Fördermittelgeschäft sowie die nachhaltige Transformation im Fokus. Über das Helaba SPARKASSENPortal bietet sie der Firmenkundenberatung der Sparkassen eine umfassende Kommunikations- und Informationsplattform. Die Sparkassen selbst können das gemeinsame Lösungsangebot als Themenseiten direkt in ihr Firmenkundenportal integrieren und für Kundinnen und Kunden sichtbar machen – ein wichtiger Beitrag zum Omnikanalgeschäft.

Die Frankfurter Bankgesellschaft Gruppe arbeitet als die Privatbank der Sparkassen-Finanzgruppe vertraglich mit 85 % aller Sparkassen im Private Banking, Wealth Management und in der Vermögensverwaltung zusammen. Ende des Jahres 2025 lag das verwaltete Vermögen der Frankfurter Bankgesellschaft Gruppe bei über 25 Mrd. Euro.

Als größte Spezialfondsanbieterin der Sparkassen-Finanzgruppe setzt die Helaba Invest einen starken Fokus auf die ganzheitliche Beratung von Sparkassen. Mit ihrem Angebot der strategischen Asset-Allocation zur Optimierung der Eigenanlagen bietet die Helaba Invest den Sparkassen die Möglichkeit, das knappe ökonomische Eigenkapital unter Rendite- und Risikoaspekten und unter Beachtung sparkassenindividueller Vorgaben effizient zu nutzen. Die Fondsbranche konnte wieder an das Fondsvermögen früherer Jahre anknüpfen und verwaltet insgesamt ein Volumen von rund 4,85 Bill. Euro in Spezial- und Publikumsfonds. Der Großteil des verwalteten Volumens entfällt mit rund 2,1 Bill. Euro auf offene Wertpapier-Spezialfonds. (Quelle: BVI-Investmentstatistik; Stand 31. Dezember 2025). Im Vergleich zum Jahresende 2024 entspricht dies einem Wachstum von knapp 5,1 %. Das Mittelaufkommen konnte gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden und erhöhte sich auf 59,8 Mrd. Euro.

Stabilität in anspruchsvollem Kapitalmarktumfeld

In einem robusten, teils durch Unsicherheiten geprägten Kapitalmarktumfeld konnte die Helaba Invest das in Spezialfonds verwaltete Volumen gegenüber dem Vorjahr um 6,2% auf 167,8 Mrd. Euro erhöhen. In der Kundengruppe der Sparkassen konnte das Volumen mit 21,5 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Die GWH WertInvest GmbH bietet den Sparkassen in der Assetklasse Wohnimmobilien mit den Fonds GWH WohnWertInvest I und II seit 2019 speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Anlagemöglichkeiten. Die beiden Fonds haben ihre Zielvolumen erreicht. Aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden im letzten Jahr keine Vertriebsaktivitäten entfaltet.

Internationales Geschäft gebündelt stärken

Nach der Annahme des Angebotes zur Kompetenzbündelung im dokumentären Auslandsgeschäft und im Auslandszahlungsverkehr wurden die vertraglichen Grundlagen für die Bündelung ab 2026 geschaffen. Die klassischen Inkasso- und Akkreditivprodukte werden operativ durch die Sparkassen oder deren Kompetenzzentren (S-Internationals) bzw. Dienstleister abgewickelt. Die Zuständigkeiten sind im Verbund klar definiert: die Helaba ist das Gesicht der Sparkassen-Finanzgruppe bei den Auslandsbanken und steht als Partnerin für Risikoübernahmen zur Verfügung. Die Sparkassen sind die ersten Ansprechpartner für deutsche Kunden. Der digitale Risikomarktplatz Spring (Sparkassen Risiken im internationalen Geschäft) unterstützt die Risikoverteilung und -diversifikation der Institute. Infolge der Bündelung tritt die Helaba als Sprachrohr der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe auf. Das gebündelte Geschäftsvolumen stärkt ihre Verhandlungsmacht gegenüber Auslandsbanken und ermöglicht die Akquisition reziproken Geschäfts.

Im Zahlungsverkehr und im Kartengeschäft ist die Helaba führende Dienstleisterin und nach Anzahl an Transaktionen die größte SEPA-Einreicherin in Europa. 2025 wurde unter anderem die Instant Payment Verordnung inklusive Verification of Payee (VoP) umgesetzt. Die Helaba investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihrer Systeme und Prozesse, um die steigenden Anforderungen im Zahlungsverkehr (einschließlich Echtzeitzahlungen) sowie im Kartengeschäft modern und sicher zu erfüllen. In ihren Kernregionen fungiert die Helaba als Girozentrale der Sparkassen. Sie bietet Produkte und Dienstleistungen, die Zugang zu den marktführenden Clearingsystemen TARGET2 und EBA zur Abwicklung aller Zahlungsströme ermöglichen. Außerdem ist sie zentrale Dienstleisterin im Zahlungsverkehr und Kartengeschäft und wickelt in ihrer Rolle den Zahlungsverkehr für Sparkassen und ihre Kundinnen und Kunden ab. Darüber hinaus gestaltet die Helaba die Weiterentwicklung und Innovationen von Kartenprodukten wie InApp-Payments und Wallets innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe kontinuierlich mit.

Zum Jahresende 2025 wurde in Zusammenarbeit mit dem DSGV, der Finanz Informatik und der BayernLB den Sparkassen die neue Auslandszahlungsverkehr-Funktion Crossmo bereitgestellt. Mit Crossmo können Privatpersonen Beträge bis zum Gegenwert von 3.000 Euro schnell, effizient, preisgünstig und digital in über 90 Länder senden. Die Bezahlfunktion ist direkt in die Internetfiliale und die Sparkassen-App integriert bei voller Transparenz über den aktuellen Zahlungsstatus und die entstehenden Kosten. Die Helaba festigt damit ihre Rolle als zentrale Partnerin im internationalen Zahlungsverkehr der Sparkassen-Finanzgruppe.

Fördergeschäft erreicht neuen Höchststand

Die Helaba ist das Durchleitungsinstitut der Sparkassen in Hessen und Thüringen im Fördergeschäft. Das Förderkreditvolumen stieg 2025 erneut an und erreichte mit 818 Mio. Euro bei knapp 4.200 Kreditzusagen einen Rekordwert in den letzten zehn Jahren (ohne Berücksichtigung der Sondereffekte der Corona-Jahre). Die erfreuliche Entwicklung war im Wesentlichen auf eine gestiegene gewerbliche Förderung in den Bereichen erneuerbare Energien und Transformation im Mittelstand zurückzuführen. Die Zusammenarbeit mit den regionalen Förderbanken WIBank und Thüringer Aufbaubank wurde zudem durch ein verbessertes Förderangebot, beispielsweise den HessenFonds, weiter ausgebaut. Rund 200 geförderte Existenzgründungen (inklusive Unternehmensnachfolgen) und junge Unternehmen bedeuteten ein Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit einem nahezu verdoppelten Fördervolumen. Trotz eines leichten Volumenrückgangs blieb die Wohnraumförderung auf hohem Niveau. Schwerpunkte lagen in der privaten Wohneigentumsförderung sowie in der energieeffizienten Gebäudeförderung. 

Nachhaltige Transformation wirksam begleiten

Die gesamte Helaba-Gruppe stellt nachhaltige Produktlösungen bereit, die Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsprinzipien (ESG) integrieren. Als Nachhaltigkeitskoordinatorin unterstützt sie Kundinnen und Kunden bei der nachhaltigen Transformation durch gezielte Beratung im Bereich Sustainable Finance. Als zusätzlichen Mehrwert vermittelt die Helaba Know-how, Zugang zu Netzwerken und fördert Partnerschaften, wie zum Beispiel mit der WIBank oder dem Lösungsanbieter für Energie und Produktion Limón GmbH. 2025 hat die Helaba im Rahmen von Informationsveranstaltungen, individuellen Beratungsgesprächen und medialen Kommunikationsformaten ihr Produktportfolio zur Finanzierung der Energiewende – von klassischen Kreditprodukten über den EnergieFonds Hessen der WIBank bis hin zur HelabaCrowd-Plattform – Sparkassen und deren kommunalen Kunden präsentiert und Feedback aus der Praxis eingesammelt. Auf dieser Basis wurden erste Metakredite finanziert. Die Umsetzung der Transformationsprojekte erweist sich als langfristige Aufgabe der kommunalen und kommunalnahen Versorger sowie der Unternehmen. Die Realisierung der Vorhaben erfordert Zeit und sorgfältige Planung. Die Helaba hat sich frühzeitig als Sparringspartner der Sparkassen positioniert, um auch Kundinnen und Kunden der Sparkassen bei ihren Investitionen in nachhaltige Energie- und Wärmeerzeugung, -speicherung, -verteilung und -verbrauch dauerhaft zu begleiten.

Mit unterschiedlichen Produkten unterstützt die Helaba die Risikosteuerung der Sparkassen auf der Aktivseite und stärkt die Marktposition der Sparkassen bei ihren Firmenkunden. Über das Metakreditgeschäft bei Firmen- und Immobilienfinanzierungen sowie bei Konsortialkrediten können Sparkassen die Helaba als Risikopartnerin integrieren, die Granularität ihres Portfolios verbessern und zusätzliche Handlungsspielräume schaffen. Die gemeinsame Strukturierung und Finanzierung sowie die Beteiligung von Sparkassen an bedeutenden Finanzierungen der Helaba sind ergänzende Bausteine dieser Partnerschaft. Flankiert wird dieses Angebot durch vc trade, die digitale Plattform für das Schuldschein- und Konsortialkreditgeschäft. 

Der Sparkassen-Kreditbasket der Helaba bietet den Instituten Schutz vor unerwarteten Ausfällen im Kreditportfolio und ist für immer mehr Institute ein integraler Bestandteil ihrer Risikosteuerung. Am 13. November 2025 wurde der Sparkassen-Kreditbasket XXII 2025 (S-KB XXII) bundesweit auf den Weg gebracht, mit zunächst 58 Sparkassen, die ein Poolvolumen von 509,1 Mio. Euro aus 204 einzelnen Kreditrisiken absichern. 28 Institute wollen die Möglichkeit nutzen, an der Aufstockung der Transaktion im Mai 2026 teilzunehmen. Mit diesem zweiten Einbringungstermin wird die Absicherungssumme nach der Pandemie voraussichtlich erneut über der 600-Millionen-Schwelle liegen.