Love always wins – Gegen Hass und Gewalt im Internet

Das Format Love always wins wurde mit Lijana Kaggwa, ehemalige Teilnehmerin der Castingshow „Germanys Next Topmodel“ und selbst Opfer von Cybermobbing, in fünf Schulen gemeinsam mit der Sparkasse Odenwaldkreis fortgeführt. Lijana Kaggwa klärt junge Menschen ab Jahrgangsstufe 6 darüber auf, wie sie sich vor Angriffen aus dem Netz und vor gezielter Diffamierung schützen und an welcher Stelle sie Hilfe erhalten. Ihr Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für ein respektvolles Miteinander zu sensibilisieren und aktiv gegen Cybermobbing vorzugehen. Durch interaktive Workshops, Praxis-Rollenspiele und digitale Lernmodule konnten die Teilnehmenden nicht nur die Mechanismen von Online-Belästigung verstehen, sondern auch konkrete Handlungsstrategien entwickeln. Besonders wirksam ist das Projekt, weil es die Sprache und die Lebenswelt der Jugendlichen aufgreift.

Neue Audioguides von Kindern für Kinder – eine Erfolgsgeschichte

Auch 2025 nutzten Thüringer Schulen die Chance, sich beim Projekt Hör mal im Museum intensiv mit Medienarbeit zu beschäftigen. Mit Unterstützung der Museums-, Schul- und Medienpädagogen erarbeiteten Schülerinnen und Schüler eigene Texte, vertonten diese und produzierten im Ergebnis spannende Geschichten und viel Wissenswertes zu den musealen Inhalten. Mit dem Automobile Welt Eisenach, dem Schloss Ehrenstein in Ohrdruf, den Mühlhäuser Museen und dem Museum am Gradierwerk in Bad Salzungen reihten sich 2025 u.a. weitere museale Einrichtungen in die „Hör mal im Museum“-Familie ein. 

Museumslauscher in Hessen – Fortsetzung vier weiterer Audioguides

Auch in Hessen wurden vier weitere Museumslauscher  von Schülerinnen und Schülern für Schüler produziert. Im Lottehaus in Wetzlar war die Klasse 7d der Freiherr-vom-Stein-Schule am Start. Die Schüler erzählen in ihrem Audioguide, wie das (bürgerliche) Alltagsleben im 18. Jahrhundert ausgesehen hat und natürlich verraten sie auch einiges über Goethes unerfüllte Liebe zu Charlotte Buff und wie daraus mit „Die Leiden des jungen Werther" ein Weltbestseller wurde. 

Im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim beschäftigte sich die Klasse 9Ga der Sophie-Scholl-Schule mit der Geschichte der Industrialisierung von der Werkstatt bis zum Fließband vor allem am Beispiel der Firma Opel. 

Der Audioguide für das Schloss Steinau der Klasse 4c der Brüder-Grimm-Schule Steinau erzählt über die Kindheit der Geschwister Grimm in Steinau, aber ebenso, wie Jakob und Wilhelm zu ihren Märchen kamen. Auch ihr Malerbruder Ludwig Emil und ihre Schwester Lotte werden vorgestellt. 

Im sam - Stadtmuseum am Markt Wiesbaden beschäftigte sich die Klasse 7b der IGS Alexej von Jawlensky Schule mit der Geschichte Wiesbadens von der Steinzeit über die Römer und Kelten, das mittelalterliche Wiesbaden bis zur frühen Neuzeit. Erzählt wird dabei aus der Perspektive eines Nachtwächters.

4. Kinder- und Jugendliteraturtage – Fröhliche Eröffnung mit Geschichten aus Afrika

Fasziniert und begeistert lauschten zahlreiche Kinder aus Sömmerda dem senegalesischen Autor IBO zur Eröffnung der 4. Thüringer Kinder- und Jugendliteraturtage. Das noch junge Festival bietet Lesungen, Workshops und literarisch-musikalische Veranstaltungen für die junge Zielgruppe an. Organisiert durch den FBK Thüringen und regionale Bibliotheken, tragen diese Begegnungen mit Autorinnen und Autoren in erlebbarer und oft spielerischer Weise zur literarischen Bildung bei. Ein Projekt, das durch die Förderung der Stiftung und der jeweils regionalen Sparkasse auf eine spannende Zukunft blicken kann.

„Journalismus macht Schule“ – Medienkompetenz in Thüringer Schulen

Bereits zum fünften Mal fanden 2025 die Aktionstage Wir sind das Original – gegen Fake News, Desinformation und Verschwörungstheorien statt. Ziel war es, junge Menschen für journalistische Prinzipien, die Funktionsweise freier Medien und den kritischen Umgang mit Informationen im Netz zu sensibilisieren. Das Kernstück bildeten einzelne Workshops und Gespräche mit Journalisten und Medienpädagogen, die in zahlreichen Schulen Thüringens aktiv waren. Insgesamt fanden 40 Schulbesuche innerhalb des Projekts statt. Begleitend dazu wurden den Schulen kostenfreie Online-Tageszeitungen und Lehrmaterial für die Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt.

News Caching – Zwischen Fakten, Fakes und Filterblasen

Medienkompetenz ist heute eine Schlüsselqualifikation, die es braucht, um Medien zu verstehen, sie sinnvoll zu nutzen und ihre Risiken einzuschätzen. In Hessen haben daher 13 Klassen aus sechs Schulen das Projekt News Caching – Zwischen Fakten, Fakes und Filterblasen durchlaufen. In einem zweitägigen Workshop lernten die Acht- und Neuntklässler Medienphänomene wie Clickbaits, Fake News und Filterblasen kennen. Zudem wurden sie für guten Journalismus sensibilisiert. Um das Erlernte anzuwenden, verfassten die Schülerinnen und Schüler eigene journalistische Texte. Spannend wurde es, als diese um ein unscheinbares Fake angereichert wurden, das von den Mitschülerinnen und Mitschülern aufgespürt werden musste. Für die Bildbeschaffung wurde gezielt der Einsatz von KI vermittelt und ermöglicht.